Wie so oft bei Einsatzübungen deutete die Alarmierung erst einmal auf ein kleines Schadensereignis hin. So auch am vergangenen Dienstag um 19 Uhr. Auf der Einsatz(übungs)depesche war lediglich von einer unklaren Rauchentwicklung in der Sachsenwaldstraße 18, dem Sport- und Jugendheim des TUS Aumühle-Wohltorf, die Rede.
Vor Ort angekommen, stellte sich die Lage für die freiwilligen Aumühler Feuerwehrfrauen und -männer so dar, dass ein Nachbar einen lauten Knall, vermutlich einen Blitz, gehört hatte und aus der Sportstätte leichter Rauch aufstieg. Von dem (fiktiven) Hausmeisterehepaar, das kurz zuvor noch gesehen worden war, gab es nun keine Spur mehr.
Diese Ausgangslage beurteilte der Einsatzleiter so, dass es sich um ein größeres Feuer mit bis zu 2 Menschenleben in Gefahr handelte und alarmiert umgehend weitere Kräfte nach. Diese trafen kurze Zeit später in Form der FF Wohltorf und der FF Kröppelshagen am Einsatzort ein. Inzwischen hatten die Aumühler Einsatzkräfte bereits das Absuchen des ersten, komplett vernebelten Kellers in die Wege geleitet. Da die schwere Metalltür verriegelt war, musste diese zunächst gewaltsam geöffnet werden.
Die nachalarmierten Freiwilligen Feuerwehren erhielten den Einsatzauftrag, die zweite Person im Bereich der Küche und des darunter befindlichen Kellers zu suchen und zu retten.
Als großen Vorteil bei der Koordinierung der Such-, Rettungs- und Löschmaßnahmen erwies sich die neue, amtsweit eingeführte App iKAT, die allen Amtsfeuerwehren Einsatz- und Objektinformationen auf den Fahrzeugtablets bereitstellt. In diesem Fall war für das Sport- und Jugendheim ein Gebäudeplan digital hinterlegt worden, der es der Einsatzführung und den im Innenangriff eingesetzten Einsatzkräften ermöglichte, sich einen Überblick über die Zugänge, Verbindungen und Raumaufteilung zu verschaffen.
Im weiteren Verlauf wurden die beiden Personen (Rettungspuppen) gefunden, gerettet und abschließend die betroffenen Bereiche mittels Druckbelüfter vom Theaternebel entraucht.
Hintergrund dieser Übungsmöglichkeit war, dass das Sport- und Jugendheim kurz vor dem Abriss stand und somit eine umfangreiche Einsatzübung für die Feuerwehr in einem solchen großen und unübersichtlichen Objekt möglich war.
Wieder einmal zeigte sich, dass die Zusammenarbeit zwischen den Freiwilligen Feuerwehren sehr gut funktioniert und man sich im Rahmen der nachbarschaftlichen Löschhilfe aufeinander verlassen kann.
























