Die Aufgaben, die eine Freiwillige Feuerwehr in ihrer Gemeinde zu erfüllen hat, sind im Brandschutzgesetz eines jeden Bundeslandeslandes festgeschrieben. Dabei wird auf viele Details eingegangen, wer der Träger ist, wie die Finanzierung auszusehen hat, welche Arten von Feuerwehren es gibt, welche Führungshierarchien vorhanden sein müssen, bis hinzu welche personenbezogenen Daten der Mitglieder gespeichert werden dürfen. – Nur dadurch lässt sich gewährleisten, dass Sie als Bürger sicher sein können, im Notfall nach einem Anruf bei 112, schnelle und professionelle Hilfe zu erhalten. Und das ist auch sehr gut so!

Was Gesetze (zum Glück) nicht abbilden können, sind die vielen „zwischenmenschlichen“ Aufgaben, die auch einen maßgeblichen Teil der ehrenamtlichen Arbeit bei der Feuerwehr ausmachen und diesen „Zweitjob“ so bereichern.

Eine dieser ganz besonderen Aufgaben ist die generationsübergreifende Zusammenarbeit. In der Freiwilligen Feuerwehr tummelt sich alles von 6 bis 90 Jahren. Von den Blaulichtminis bis zur Ehrenabteilung. Und auch wenn sich die beiden Extreme nicht ständig über den Weg laufen, gibt es ein großes Spektrum dazwischen, das im respektvollen Umgang voneinander lernt und sich füreinander einsetzt.

So geschehen auf einer spannenden „Reisen in die Vergangenheit“ auf unserer alljährlichen Kameradschaftsfeier, die wir zusammen mit unseren Angehörigen einmal im Jahr feiern. In zwei Gruppen aufgeteilt, hörten wir auf einem Rundgang im Bismarckturm viele interessante Geschichten über die Gemeinde Aumühle und ihre Entstehung, vorgetragen vom Gemeindearchivar Herrn Möller. Durch einen nächtlichen Rundumblick auf unseren wunderschönen Ort von der Spitze des Bismarckturms, wurde dieser Ausflug abgerundet.

Als weitere Station diente unser eigenes Feuerwehrgerätehaus. Die „vier Wände“ in den bereits seit 1905 die Feuerwehr untergebracht ist und die schon so manche Höhen und Tiefen miterlebt haben, brachte uns unser Ehrenwehrführer Erhard Bartels näher. In seiner mit reichlich Bildern untermalten Zeitreise, wurde wieder einmal deutlich, welch ehren- und verantwortungsvolle Aufgaben die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehren seit über 100 Jahren nachkommen und welche Verantwortung damit verbunden ist, sie der heutigen Zeit anzupassen und fortzuführen. Wir als Freiwillige Feuerwehr Aumühle nehmen diese Herausforderungen an und ernst, und setzen uns dafür ein, dass Sie sich auch in Zukunft auf schnelle Hilfe in Not durch die Feuerwehr verlassen können. Dies kann jedoch nur funktionieren, wenn sich auch in Zukunft genug ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger finden, die bereit sind, sich für ihre Mitmenschen einzusetzen und damit einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung gemeindlicher Pflichten beisteuern.

Im vergangenen Monat gab es sechs Anlässe zur Alarmierung. Drei Feuer, zwei Technische Hilfen und eine Tragehilfe für den Rettungsdienst. Darüber hinaus wurden noch zwei Laternenumzüge im Ort begleitet. Alle Details dazu finden Sie im Internet unter www.feuerwehr-aumuhle.de.

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Achten Sie im eigenen Interesse bitte auf den richtigen Umgang mit offenem Feuer an Adventsgestecken und Weihnachtsbäumen, sowie beim Abbrennen von Feuerwerk in der Silvesternacht. – Haben sie in solchen Situationen immer einen gefüllten „Löscheimer“ griffbereit!


Kurzinterview mit Gerd Stein:

Gerd Stein lebt seit seinem 6. Lebensjahr in Aumühle. Seine nun mehr 50 Jahre andauernde Feuerwehrkarriere startet er bereits mit 14 Jahren in der Jugendfeuerwehr hier im Ort und führte sie zudem 36 Jahre lang bei der Flughafenfeuerwehr in Hamburg fort. Wenn er heute als Rentner nicht die Senioren im Auftrag des DRK zum Markt fährt, findet man ihn häufig in den Aumühler Sporthallen. Als Hallenwart schaut er nach dem Rechten oder leitet Handballspiele als Schiedsrichter und das inzwischen auch schon seit fast 40 Jahren. Nebenbei koordiniert er als Spielwart alle Handballspiele des TUS. Zeit zum Entspannen findet Gerd im Sommer im Garten, im Winter beim Modelleisenbahn bauen und zu jeder Jahreszeit natürlich bei der Familie als Opa von drei entzückenden Enkelkindern.

10 Fragen an Gerd Stein

  1. Lebkuchen oder Spekulatius? Spekulatius
  2. Theater oder Kino? Kino
  3. Rot oder Blau? Rot
  4. Ahorn oder Birke? Ahorn
  5. Berge oder Meer? Meer
  6. Auto oder Bahn? Auto
  7. Langschläfer oder Frühaufsteher? Langschläfer
  8. Sommer oder Winter? Beides
  9. Blond oder Brünett? Brünett
  10. Skat oder Schach? Skat